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18.09.2026

Wie hoch sind die Kosten für eine Hausverwaltung in Berlin?

Eine professionelle Hausverwaltung entlastet Eigentümer bei zahlreichen kaufmännischen, organisatorischen und technischen Aufgaben. Doch mit welchen Kosten müssen Vermieter und Wohnungseigentümer in Berlin rechnen? Eine pauschale Antwort gibt es nicht, denn die Verwaltergebühren richten sich unter anderem nach der Art der Verwaltung, der Größe des Objekts und dem vereinbarten Leistungsumfang.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Kosten werden meistens pro Wohneinheit und Monat berechnet.
  • Entscheidend ist, ob eine WEG-, Miet- oder Sondereigentumsverwaltung benötigt wird.
  • Bei Neuverträgen liegen die monatlichen Basiskosten häufig zwischen etwa 30 und 48 Euro brutto je Einheit.
  • Faustregel: Je weniger Einheiten, desto höher ist der Preis pro Einheit
  • Zusatzleistungen werden oftmals separat abgerechnet.
  • Ein transparentes Angebot sollte Leistungen und mögliche Sondervergütungen klar ausweisen.

Was kostet eine Hausverwaltung in Berlin pro Monat?

Als grobe Orientierung können Eigentümer mit Kosten von etwa 30 bis 50 Euro brutto pro Wohneinheit und Monat rechnen. Je nach Verwaltungsart, Objektgröße und Aufwand können die tatsächlichen Preise niedriger oder höher ausfallen. Aktuelle Untersuchungen zu Neuverträgen nennen für die WEG-Verwaltung durchschnittliche Basissätze zwischen 29,75 und 47,60 Euro brutto je Einheit und Monat. In der Mietverwaltung bewegen sich die ermittelten Werte zwischen 29,75 und 41,65 Euro.

Gerade in Berlin können sich die Kosten eher im oberen Bereich bewegen. Der Verwaltungsaufwand hängt hier beispielsweise von der Größe des Gebäudes, seinem baulichen Zustand, der Anzahl der Mietverhältnisse und anstehenden Sanierungsmaßnahmen ab. Die genannten Beträge sind daher lediglich Richtwerte. Ein verbindlicher Preis kann erst nach Prüfung der Immobilie und der gewünschten Leistungen festgelegt werden.

Welche Zusatzkosten können entstehen?

Neben der monatlichen Grundvergütung können bestimmte Tätigkeiten gesondert berechnet werden. Dazu zählen beispielsweise:

  • außerordentliche Eigentümerversammlungen
  • Betreuung umfangreicher Sanierungsmaßnahmen
  • Erstellung besonderer Abrechnungen
  • zusätzliche Objektbegehungen
  • gerichtliche oder außergerichtliche Mahnverfahren
  • Bearbeitung von Versicherungsschäden
  • Neuvermietung einer Wohnung
  • Wohnungsabnahmen und Übergaben
  • Einrichtung neuer Verwaltungsunterlagen
  • zusätzliche Kopien, Porto- oder Fahrtkosten

Welche Leistungen bereits mit der Grundvergütung abgegolten sind, sollte eindeutig im Verwaltervertrag stehen. Ein vermeintlich günstiges Angebot kann andernfalls durch zahlreiche Zusatzgebühren deutlich teurer werden.

Beispielrechnung für ein Mehrfamilienhaus in Berlin

Angenommen, ein Mehrfamilienhaus verfügt über zehn vermietete Wohnungen und die Hausverwaltung berechnet 38 Euro brutto pro Einheit und Monat.

Daraus ergeben sich folgende Grundkosten:

10 Wohnungen × 38 Euro = 380 Euro pro Monat

Auf das Jahr gerechnet entstehen damit Verwaltungskosten von:

380 Euro × 12 Monate = 4.560 Euro

Zusätzliche Tätigkeiten wie eine Neuvermietung, die Begleitung einer größeren Sanierung oder besondere rechtliche Vorgänge können separat berechnet werden.

Können Hausverwaltungskosten auf die Mieter umgelegt werden?

Die eigentlichen Verwaltungskosten gehören grundsätzlich nicht zu den umlagefähigen Betriebskosten. Nach § 1 Absatz 2 der Betriebskostenverordnung zählen die Kosten der Gebäudeverwaltung ausdrücklich nicht zu den Betriebskosten. Eigentümer können die Vergütung einer Hausverwaltung daher bei Wohnraummietverhältnissen normalerweise nicht über die Nebenkostenabrechnung an ihre Mieter weitergeben. Davon zu unterscheiden sind umlagefähige Kosten, die von der Verwaltung lediglich organisiert oder abgerechnet werden. Dazu können beispielsweise Ausgaben für Müllentsorgung, Gebäudereinigung, Gartenpflege oder bestimmte Hausmeistertätigkeiten gehören. Bei steuerlichen Fragen empfiehlt sich eine individuelle Beratung durch einen Steuerberater.

Warum lohnt sich eine professionelle Hausverwaltung?

Die Kosten sollten nicht isoliert betrachtet werden. Eine zuverlässige Hausverwaltung nimmt Eigentümern zahlreiche zeitaufwendige Aufgaben ab und sorgt für klare Abläufe. Sie überwacht Zahlungseingänge, koordiniert Dienstleister, erstellt Abrechnungen und bleibt Ansprechpartner für Mieter und Eigentümer. Gleichzeitig können notwendige Instandhaltungsmaßnahmen frühzeitig erkannt und organisiert werden. Besonders für Eigentümer, die nicht selbst in Berlin wohnen, mehrere Einheiten besitzen oder wenig Zeit für die laufende Betreuung haben, kann eine Hausverwaltung eine erhebliche Entlastung darstellen.

Worauf sollten Eigentümer bei der Auswahl achten?

Nicht allein der niedrigste Preis sollte über die Wahl der Hausverwaltung entscheiden. Ebenso wichtig sind Erreichbarkeit, Erfahrung, transparente Prozesse und eine zuverlässige Kommunikation.

Vor Vertragsabschluss sollten Eigentümer insbesondere prüfen:

  • Welche Leistungen umfasst die Grundvergütung?
  • Welche Aufgaben werden zusätzlich berechnet?
  • Wer ist der feste Ansprechpartner?
  • Wie häufig wird die Immobilie kontrolliert?
  • Wie werden Eigentümer über wichtige Vorgänge informiert?
  • Wie werden Reparaturen und Aufträge vergeben?
  • Welche Kündigungsfristen gelten?
  • Gibt es nachvollziehbare Referenzen?

Persönliche Hausverwaltung für Ihre Immobilie in Berlin

Biberstein Immobilien bietet Eigentümern eine Hausverwaltung mit persönlicher Betreuung. Wir betrachten Ihre Immobilie individuell und stimmen die erforderlichen Leistungen auf Ihre Anforderungen ab. So erhalten Sie eine Verwaltungslösung, die zu Ihrem Objekt und Ihrer persönlichen Situation passt.

Sie möchten Ihre Immobilie in Berlin professionell verwalten lassen oder haben Fragen zu den möglichen Kosten? Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. Gemeinsam besprechen wir, welche Leistungen für Ihre Immobilie sinnvoll sind.

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